31.03.2014

Dirk Schroeder zum Vorstandsvorsitzenden gewählt

Mitgliederversammlung und Frühjahrsvortragsveranstaltung des Unternehmensverbandes

(v.l.) Ernst-Peter Brasse mit Dr. Christoph von Marschall, Heiko Berning,Dirk Schroeder

Auf der Mitgliederversammlung des Unternehmensverbandes der Metallindustrie für Dortmund und Umgebung e.V. am 27.03.2014 haben die Mitglieder des Unternehmensverbandes Dirk Schroeder einstimmig zum künftigen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Dirk Schroeder, geschäftsführender Gesellschafter der Anker Schroeder ASDO GmbH in Dortmund, folgt Heiko Berning, geschäftsführender Gesellschafter der Heinrich Krug GmbH & Co. KG, der nach fünf Jahren erfolgreicher Tätigkeit auf eigenen Wunsch sein Amt als Vorstandsvorsitzender des Unternehmensverbandes der Metallindustrie für Dortmund und Umgebung e.V. übergibt.


Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand die traditionelle Frühjahrsvortragsveranstaltung des Unternehmensverbandes der Metallindustrie statt, zu der neben den Vertretern der Mitgliedsunternehmen zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erschienen waren. Festredner war Herr Dr. Christoph von Marschall mit dem Thema „Die politischen und wirtschaftlichen Folgen des völkerrechtswidrigen Anschlusses der Krim an Russland“. Herr Dr. von Marschall, Journalist und Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion der Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“, gilt als ausgewiesener Experte nicht nur in Fragen transatlantischer Beziehungen.


In seinem spannenden Vortrag erläuterte Herr Dr. von Marschall die aktuelle Situation aus russischer, europäischer und völkerrechtlicher Sicht. Während aus russischer Sicht zusammengefügt wurde, was zusammen gehöre, sei der Anschluss der Halbinsel Krim an Russland ganz klar völkerrechtswidrig und widerspreche nicht nur der Verfassung der Ukraine, sondern sogar auch selbst der Verfassung Russlands.


Nach diesem klaren Rechtsbruch folge für die Bundesregierung und andere Staaten die Pflicht, das Ergebnis nicht anzuerkennen sowie die Pflicht, zusammenzuarbeiten, um den rechtswidrigen Zustand zu beenden. Dies führte zu der Frage, welche Reaktionsmöglichkeiten aus europäischer Sicht bestehen. Dazu stellte Dr. von Marschall die verschiedenen Abhängigkeiten insbesondere der europäischen Nachbarstaaten von den Bodenschätzen Russlands dar mit dem Ergebnis, dass in Deutschland eine 6 %-ige Abhängigkeit an Gasimporten aus Russland bestehe, während die Nachbarstaaten Russlands in erheblicher Abhängigkeit stünden, so dass Sanktionen massive Auswirkungen auf die innerstaatliche Versorgung hätten.


Schließlich warf Dr. von Marschall die Frage auf, ob die Einnahme der Ukraine nur der Anfang sei oder die Gefahr bestehe, dass Russland auch die Ost-Ukraine annektiere. Dazu schilderte Dr. von Marschall das generalstabsmäßig geplante und professionell ausgeführte Vorgehen des russischen Militärs bei der Einnahme der Ukraine. Des Weiteren habe Russland an der Grenze zur Ukraine genug Kräfte für einen Vorstoß nach Transnistrien gesammelt. Ob es sich dabei nur eine Drohgebärde handele und was Putin vorhabe, könne derzeit niemand mit Sicherheit sagen. Hinsichtlich der am 25. Mai stattfindenden Wahlen sei jedoch mit erheblichen Störungen zu rechnen. Allerdings sei ein Einschreiten Deutschlands zur Unterstützung der Ukraine jedenfalls unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht geboten.