22.01.2014

Hochschulgesetz torpediert positive Entwicklung in Region

Unternehmerverband warnt vor schwerwiegende Folgen für den Wissenschaftsstandort

*Neues Hochschulgesetz würde positive Entwicklung in der Region torpedieren

Unternehmerverband warnt vor schwerwiegende Folgen für den Wissenschaftsstandort*


Der heimische Unternehmerverband kritisiert scharf das von der rot-grünen Landesregierung geplante sog. Hochschulzukunftsgesetz. „Das Vorhaben ist bislang kein Zukunftsprojekt, sondern ein Marsch in die Vergangenheit“, so Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft. Das Gesetz sei Ausdruck einer Kontroll- und Eingriffsmentalität, die die dynamische Entwicklung unserer Hochschullandschaft gefährde. „Wir haben gerade in unserer Region in den vergangenen Jahren eine Erfolgsgeschichte im Hochschulsektor geschrieben. Neue Hochschulstandorte haben sich etablieren können und so der heimischen Wirtschaft wichtige Impulse gegeben“, schildert Lison, der auch Vorsitzender der Fördervereins der Hochschule Ruhr West (HRW) ist. Neben der HRW hätten sich in der Region auch die Westfälische Hochschule, die Hochschule Rhein Waal und die Universität Duisburg Essen positiv entwickelt. Überall sei die Kooperation mit den hiesigen Unternehmen ausgebaut worden. Viel Geld habe die heimische Wirtschaft bereits investiert.


Gerade diese Zusammenarbeit sei aber nun elementar bedroht. „Unterliegen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben künftig einer Publizitätspflicht der Hochschulen, wird Drittmittelforschung insbesondere von mittelständischen Unternehmen abwandern“, so Lison. Die NRW-Landesvereinigung der Unternehmensverbände befürchtet gar, dass dreistellige Millionenbeträge dann in Hochschulen in anderen Bundesländern oder im Ausland investiert werden. Würden Wettbewerber künftig frühzeitig von Forschungsvorhaben mit Hochschulen Kenntnis bekommen, machten die gerade für den Mittelstand so wichtigen Kooperationen keinen Sinn mehr. „Wir hoffen, dass die Landesregierung auf die Verantwortlichen in den Hochschulen hört, die einmütig vor den Folgen des Gesetzes warnen“, erklärt Heinz Lison.