15.05.2014

Kommunalwahl: Weichenstellung für den Wirtschaftsstandort

Steigerung der Standortattraktivität, Fachkräftesicherung, Stärkung des Industriestandortes

Henner Puppel, Vorstandsvorsitzender des Essener Unternehmensverbandes (EUV)

„Bei der Kommunalwahl am 25. Mai werden die Weichen für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes gestellt“, sagt Dr. Henner Puppel, Vorstandsvorsitzender des Essener Unternehmensverbandes (EUV). Als Interessenvertreter der hier ansässigen Unternehmen nennt der EUV drei wichtige Faktoren für die Zukunftssicherung der Stadt: Die Steigerung der Standortattraktivität in Essen, Fachkräftesicherung und Investitionen in Bildung sowie die Stärkung des Industriestandortes. Der Verband betont, dass die Kommunalpolitik wichtige Entscheidungen für die hier ansässigen Unternehmen trifft, da sie maßgeblich die Standortbedingungen festlegt. Daher sei die Wahl am 25. Mai zukunftsweisend für unsere Stadt.


**Steigerung der Standortattraktivität**


„Unsere Betriebe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und damit Arbeitsplätze in der Stadt zu sichern“, so Henner Puppel. Dazu gehöre ein attraktiver Standort, der hochqualifizierte Arbeitskräfte in die Stadt lockt und auch an die Stadt bindet. Der Verband wünscht sich unter anderem, dass das geplante Welcome-Center für ausländische Fachkräfte in naher Zukunft endlich eingerichtet wird. Insbesondere muss jetzt zügig die Messe gestärkt werden, um der weiteren Abwanderung von Leitmessen entgegenzuwirken und den Messestandort Essen zukunftstauglich zu machen.


**Fachkräfte und Bildung**


Als eine der wichtigsten Herausforderungen für die Unternehmen nennt Dr. Henner Puppel den demografischen Wandel und den damit einhergehenden Fachkräftemangel. „Wir haben hier mit der Universität und der FOM bereits exzellente Hochschulen vor Ort. Aber nur mit guten Angeboten zur Kinderbetreuung und einem attraktiven Freizeit- und Kulturangebot wird es uns gelingen, die jungen Studienabgänger in Essen zu halten und die Stadt für hochqualifizierte Fachkräfte attraktiv zu machen“, so Puppel. Eine gute Bildungslandschaft kombiniert mit attraktivem und bezahlbarem Wohnraum trägt dazu bei, die Attraktivität und Qualität des Standortes dauerhaft zu beleben.


**Industriestandort Essen stärken**


Essen ist Konzernstadt, aber gerade der Mittelstand ist in unserer Stadt besonders stark. Kleine und mittelständische Firmen sichern wichtige Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Eine Gewerbesteuererhöhung, wie sie immer wieder zur Sprache kommt, sieht der EUV daher als Schritt in die falsche Richtung: „Wir hoffen, dass die Haushaltskonsolidierung durch Ausgabendisziplin erreicht wird“; so Henner Puppel. Ein wichtiges Projekt der nächsten Jahre ist der „Masterplan Industrie“, zu dessen Unterstützern der EUV gehört. „Unser Anliegen ist es, Essen als Industriestandort zu stärken. Der Dienstleistungssektor ist in den letzten Jahren gewachsen, das ist wichtig für die Stadt, darüber darf man aber die Industriebetriebe nicht vergessen. Wir wünschen uns, dass sich wieder mehr Industrie in Essen ansiedelt und die vorhandene Industrie durch attraktive Standortbedingungen am Ort gehalten wird. Voraussetzung dafür ist insbesondere eine gute Verkehrsinfrastruktur, die in Zukunft weiter ausgebaut werden muss“, so Henner Puppel. Auch das Thema Ausbau der A 52 gehöre dazu.


**Dialog zwischen Politik und Wirtschaft konstruktiv fortführen**


Der Verband spricht keine Wahlempfehlung aus, er wünscht sich vor allem, dass möglichst viele Essenerinnen und Essener von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen, „Wir pflegen in Essen einen guten Dialog zwischen Wirtschaft und Politik“, so Dr. Henner Puppel. „Unabhängig vom Wahlergebnis sind wir als Vertreter der lokalen Unternehmen selbstverständlich bereit, diesen Dialog konstruktiv fortzuführen. Der EUV wird sich auch zukünftig für die Belange der hiesigen Wirtschaft sowie die Attraktivität der Stadt Essen einsetzen“, so Puppel.