28.05.2014

Zukunft zum Anfassen:

EUV bringt Berufsparcours an die Frida-Levy-Gesamtschule

Ulrich Kanders, Hauptgeschäftsführer des EUV

Am kommenden Dienstag, 3. Juni, bringt der Essener Unternehmensverband (EUV) in Kooperation mit dem anerkannten Technikzentrum Minden-Lübbecke den Berufsparcours an die Frida-Levy-Gesamtschule in der Innenstadt. Unter dem Motto „Zukunft zum Anfassen“ lernen die Jugendlichen an „Probier-Stationen“ mit Arbeitsproben der Unternehmen typische Arbeitsabläufe in Ausbildungsberufen kennen. Die mehr als 330 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen der Gesamtschule können in drei Durchgängen bei 15 Unternehmen 19 Ausbildungsberufe mit 25 Arbeitsproben erleben.


Viele Jugendliche wissen nicht, wie viele unterschiedliche Ausbildungsberufe es gibt, bei welchen Firmen sie sich bewerben können oder was in den verschiedenen Branchen verlangt wird. „Der Parcours ist eine tolle Gelegenheit, verschiedene Berufsbilder ‚auf einen Blick‘ vorzustellen und den Schülerinnen und Schülern Alternativen zu den typischen Top 3 der beliebtesten Ausbildungsberufe aufzuzeigen“, sagt Ulrich Kanders, Hauptgeschäftsführer des EUV. Mit dem bereits mehrfach ausgezeichneten Berufsparcours des Technik-Zentrum Minden-Lübbecke sollen besonders auch Mädchen für technische Berufe begeistert werden. „Es lässt sich schon beobachten, dass in den Karrieren junger Frauen selten Berufe z.B. im Metall- und Elektro-Bereich auf dem Plan stehen. Dabei bieten sich auch jungen Frauen tolle Aufstiegschancen in dieser Branche“, sagt Kanders.


Zu den teilnehmenden Unternehmen gehören u.a. die TRIMET Aluminium SE, die Stadtwerke Essen AG, Open Grid Europe, die Noweda eG, Bilfinger Piping Technologies, die Sparkasse Essen oder auch die Johanniter Unfallhilfe und die Bundeswehr, also eine breite Palette an Branchen.

Die Arbeitsproben decken die gesamte Bandbreite der verschiedenen Ausbildungsberufe ab: Die Schüler können die Ausrüstung eines Bundeswehrsoldaten anprobieren, bei den Johannitern Verbände anlegen und die stabile Seitenlage anwenden. Die Noweda bietet Lötübungen an, bei anderen Firmen kann man Schutzkontaktstecker anschließen, Leitungen legen, sägen, feilen und schweißen oder in den kaufmännischen Bereich reinschnuppern und Rechnungen schreiben oder Kreditentscheidungen prüfen.


Die Schülerinnen und Schüler nutzen den Tag zur Berufsorientierung und knüpfen erste Kontakte zu potenziellen zukünftigen Arbeitgebern. Die Unternehmen bieten nicht nur ein Angebot zur Berufsorientierung, das im Unterricht oft zu kurz kommt, sie können sich auch ein Bild von den potenziellen Azubis machen und über die Anforderungen an Bewerber und das Auswahlverfahren informieren. So profitieren beide Seiten gleichermaßen und es ergeben sich aus den Kontakten beispielsweise Praktika in den teilnehmenden Firmen.