31.03.2017

Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist ungebrochen, aber Besetzungsprobleme steigen

„Optimistisch“ zeigten sich die NRW-Unternehmensverbände angesichts der am Freitag veröffentlichten Zahlen zum NRW-Ausbildungsmarkt.

„Optimistisch“ zeigten sich die NRW-Unternehmensverbände angesichts der am Freitag veröffentlichten Zahlen zum NRW-Ausbildungsmarkt. Erfahrungsgemäß seien die Werte aus dem März nur ein erstes Stimmungsbild und der Markt in den nächsten Monaten noch stark in Bewegung, teilte die Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) in Düsseldorf mit. Es sei ein gutes Zeichen, dass sich insgesamt der Abstand bei den gemeldeten Ausbildungsplätzen zum Vorjahresniveau im März (-1,3 Prozent) seit Januar (-2,8 Prozent) schon deutlich verringert habe. Das gute Vorjahresniveau wird bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen nahezu gehalten (-0,9 Prozent).

In der Gesamtschau weise NRW ein überdurchschnittliches Ausbildungsengagement auf: Die Ausbildungsquote (5,5 Prozent) und die Ausbildungsbetriebsquote (22,8 Prozent) sei höher als im Bund (5,1 bzw. 20 Prozent). Hinzu komme, dass die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze 2016 den höchsten Stand seit 14 Jahren erreicht habe. Insofern dürfe das aktuell leichte Minus bei den Ausbildungszahlen nicht überbewertet werden. Gleichzeitig betonten die NRW-Unternehmensverbände, die Betriebe hätten immer größere Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze auch tatsächlich zu besetzen. Im Jahr 2016 sei die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze auf den höchsten Stand seit 19 Jahren gestiegen. Dadurch bestehe die Gefahr, dass Betriebe zwar ausbilden wollten, es aber nicht könnten und sich folglich aus der Ausbildung zurückzögen oder weniger Plätze anböten. So komme es teilweise zu einem Rückgang der Ausbildungsplätze, obwohl die grundsätzliche Bereitschaft zur Ausbildung vorhanden sei.