29.11.2016

DGB-Ausbildungsreport 2016

Eindrucksvoller Beleg für gute Ausbildung in den nordrhein-westfälischen Betrieben

Die NRW-Unternehmensverbände werten die Ergebnisse des DGB-Ausbildungsreports 2016 unter 5.400 befragten Jugendlichen als „eindrucksvollen Beleg für gute Ausbildung in Nordrhein-Westfalen“. Es sei erfreulich, dass fast drei Viertel der befragten Jugendlichen (72 Prozent) mit ihrer Ausbildung zufrieden sind, teilte die Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) am Dienstag in Düsseldorf mit. Das sei der höchste Zufriedenheits-Wert der vergangenen fünf Jahre. Damit bescheinige das Gros der Auszubildenden den mehr als 100.000 Ausbildungsbetrieben des Landes gute Arbeit und gute Ausbildungsqualität.


Die vom DGB beklagte angeblich zu hohe Belastung junger Menschen in den Ausbildungsbetrieben hält nach Auffassung der NRW-Unternehmensverbände einer differenzierten Betrachtung nicht Stand. So hätten zwei der sieben vom DGB abgefragten Belastungsfaktoren von vornherein keinen Bezug zur Ausbildungssituation im Betrieb (Fahrtzeiten, Nebenjob). Aus Sicht der Unternehmen sende der DGB-Ausbildungsreport 2016 vor allem positive Bewertungen der Auszubildenden in Nordrhein-Westfalen. 88 Prozent der Befragten fühlten sich der DGB-Umfrage zufolge im Unternehmen wohl und hätten keinerlei Probleme mit Kollegen oder Vorgesetzten. 84 Prozent der Jugendlichen erlebten die Lage der Arbeitszeiten als nicht belastend. 80 Prozent der Befragten spürten keinen sie überfordernden Leistungs- und Zeitdruck. Für die Unternehmen sei das Ergebnis ein dickes Kompliment. Schließlich wiesen vergleichbare Befragungen unter Schülern und Studierenden oft ein nennenswert höheres Stressempfinden aus. Für eine Dramatisierung der Lage in den Ausbildungsbetrieben des Landes bestehe jedenfalls kein Anlass.