22.06.2015

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu Besuch beim Spitzenverband der nordrhein-westfälischen Wirtschaft

unternehmer nrw und Wirtschaftsministerium legen gemeinsame Erklärung für eine Willkommenskultur für Investitionen und Arbeitsplätze vor

  • Präsident Maier-Hunke: „Nordrhein-Westfalen braucht neue Aufbruchstimmung für Unternehmer und Gründer“
  • Ministerpräsidentin Kraft: „Stärken und Perspektiven des Wirtschafts- und Industriestandortes ausbauen“
  • Wirtschaftsminister Duin: „Unternehmen und Politik müssen sich als Partner sehen“

Die NRW-Unternehmensverbände haben sich für einen intensiven standortpolitischen Dialog mit der Landespolitik über die Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts- und Industriestandorts Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Anlässlich des Besuchs der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (MdL), bei einer Sitzung des Vorstands der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) am Montag in Düsseldorf sagte Unternehmerpräsident Horst-Werner Maier-Hunke, er sei überzeugt, dass Nordrhein-Westfalen mit einer Willkommenskultur für Investitionen, Innovationen und Arbeitsplätze deutlich weiter nach vorn kommen könne. „Wir werden den Wettlauf unter den besten Zukunftsstandorten nur mit den Unternehmen gewinnen können“, betonte Maier-Hunke. Deshalb benötige Nordrhein-Westfalen ein gesellschaftliches Klima, in dem unternehmerisches Engagement ausdrücklich gewollt und unternehmerische Leistung anerkannt werde. „Unser Land braucht eine Partner- und Vertrauenskultur zwischen Politik und Wirtschaft und eine neue Aufbruchstimmung für Unternehmer und Gründer“, sagte der Unternehmerpräsident, der das Mittelstandsförderungsge-setz NRW und die Clearingstelle Mittelstand als „gute Grundlage für eine neue Dialogkultur zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung“ lobte.

Die Ministerpräsidentin des Landes NRW, Hannelore Kraft, sagte: „Wir haben das gemeinsame Interesse, die Stärken und Perspektiven des Wirtschafts- und Industriestandortes Nordrhein-Westfalen auszubauen. Wir wollen Menschen ermutigen, neue Unternehmen zu gründen und in bestehende zu investieren.“

In einer anlässlich der Vorstandssitzung vorgelegten gemeinsamen Erklärung von unternehmer nrw und des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen (MWEIMH) heißt es, eine auf Wachstum, Innovation und Beschäftigung ausgerichtete Politik müsse die enormen wirtschaftlichen Chancen und Potenziale des Landes unterstützen. In dem von Unternehmerpräsident Maier-Hunke und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin am Montag vorgestellten Zehn-Punkte-Papier wird die enorme Bedeutung der Industrie für die Zukunftsfähigkeit Nordrhein-Westfalens betont. Künftig sollen auf allen Ebenen stärker als bisher die richtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gesetzt werden, um die industrielle Entwicklung am Standort NRW zu fördern.

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin betonte, Nordrhein-Westfalen sei ein bedeutendes Industrieland und müsse es bleiben. „Unser Land wird sich auf Dauer gut entwickeln, wenn Unternehmen und Politik sich nicht als Gegner, sondern als Partner sehen, die sich gegenseitig vertrauen. Gemeinsam wollen wir zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um das wirtschaftliche Profil Nordrhein-Westfalens zu schärfen. Gemeinsam wollen wir Stolz auf die Leistungen der heimlichen Weltmarktführer aus Nordrhein Westfalen vermitteln, die sich als Familienunternehmen oft in besonderer Weise für den sozialen Zusammenhalt in ihrer Region engagieren.“

Eine zentrale Herausforderung sei hierbei die Digitalisierung. „Nordrhein-Westfalen muss alles dafür tun, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und sich zu einem weltweit führenden Standort für Industrie 4.0 zu entwickeln“, sagte Unternehmerpräsident Maier-Hunke. Er begrüße, dass die Ministerpräsidentin dieses Thema ganz oben auf die politische Agenda der Landesregierung gesetzt habe. Jetzt müssten Taten folgen, massiv in die digitale Bildung und Forschung investiert, Kooperationen von Unternehmen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefördert und die Wertschöpfungsnetzwerke in NRW gestärkt werden. „Alle Regionen des Landes müssen schnellstens mit der notwendigen Breitband-Infrastruktur ausgestattet werden. Das ist die Grundlage für alles andere“, betonte Maier-Hunke.

Der NRW-Unternehmerpräsident bezeichnete eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur als unverzichtbare Voraussetzung für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Angesichts der zentralen Lage Nordrhein-Westfalen brauche NRW eine Infrastrukturoffensive beim Ausbau von Straßen-, Schienen- und Wasserwegen. „Ich freue mich, dass das Land hier die Nutzung privaten Kapitals (ÖPP) vorurteilsfrei prüfen, seine Planungskapazitäten erweitern und so die Verkehrsplanungen beschleunigen will“, betonte Maier-Hunke. Auch bei diesem Thema werde sich die Zukunftsfähigkeit unseres Landes mit entscheiden.

 

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