12.08.2015

unternehmer nrw: Achtjähriges Gymnasium bleibt richtig

Dr. Mallmann: „Erneute G8-Grundsatzdebatte ist völlig unnötig“

Als „völlig unnötig und kontraproduktiv“ haben die NRW-Unternehmensverbände die erneute landespolitische Debatte über das achtjährige Gymnasium kritisiert. Der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Dr. Luitwin Mallmann, erklärte am Mittwoch in Düsseldorf, die Diskussion sende das falsche Signal an die Schulen, die beim Runden Tisch des Schulministeriums NRW verabredete Weiterentwicklung von G8 etwa beim Nachmittagsunterricht, bei Hausaufgaben und bei Klassenarbeiten nicht ernst zu nehmen. Die Schulen im Land benötigten jetzt verlässliche Rahmenbedingungen zu G8 und keine neue Grundsatzdebatte über G8. „Das Spiel um G8 ist längst abgepfiffen, Befürworter und die meisten Gegner sind längst in der Umkleidekabine, nur einige Unbelehrbare schießen immer noch auf das Tor“, sagte Dr. Mallmann.

Die Entscheidung für G8 bleibe richtig, da sie jungen Menschen einen früheren Übergang in Ausbildung und Studium ermögliche. Andere Bundesländer mit langjähriger G8-Praxis überzeugten regelmäßig mit einer sehr hohen Bildungsqualität. Nach Auffassung der Unternehmer in NRW wäre eine Abkehr von G8 auch schädlich für den Bildungsstandort Nordrhein-Westfalen. Ein erneutes Hin und Her in der Schulpolitik würde auf den Gymnasien Ressourcen binden, die dann für die notwendige Förderung der Schüler und einen guten Unterricht fehlten. „Wie sollen denn Lehrer für  die zügige Umsetzung von Reformen motiviert werden, wenn sie das Gefühl haben, dass diese ohnehin nicht lange Bestand haben“, betonte Dr. Mallmann. Jetzt müssten alle Anstrengungen in die Umsetzung der vom Schulministerium auf den Weg gebrachten Weiterentwicklung von G8 gesteckt werden. „Dann wird G8 auch in Nordrhein-Westfalen eine echte Erfolgsstory“, sagte Dr. Mallmann.