24.06.2014

unternehmer nrw: Präsident Maier-Hunke im Amt bestätigt

Maier-Hunke: „Politik in Bund und Land stellt Uhren um zehn Jahre zurück“

Die nordrhein-westfälischen Unternehmer haben ihren Präsidenten Horst-Werner Maier-Hunke (76) für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Das teilte die Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) am Dienstag in Düsseldorf mit. Maier-Hunke war 2004 zum Präsidenten gewählt worden und ist seitdem auch Mitglied des Präsidiums der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).


Zu Vizepräsidenten der Landesvereinigung wurden gewählt: Dr. Joachim Basler (Gelsenkirchen), Ulrich Bönders (Krefeld), Jürgen Grolman (Neuss), Dr. Raymund Heiliger (Aachen), Hans-Joachim Hering (Düsseldorf), Michael Jäger (Sankt Augustin), Hans Jürgen Kerkhoff (Düsseldorf), Arndt Günter Kirchhoff (Attendorn), Justus Schmitz (Emsdetten) und Bernd Tönjes (Herne).


Bei der Mitgliederversammlung 2014 seiner Organisation sagte Maier-Hunke, es sei fatal, wie viel Geld derzeit in die Reform von Reformen gesteckt werde. „Unser Land dreht sich im Kreis, die Uhren werden um zehn Jahre zurückgestellt“, erklärte er. Die abschlagsfreie Rente mit 63, steigende Energiekosten und die anhaltende Unsicherheit durch die Energiewende sowie die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns seien ein „strammer Belastungstest für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“. Er mahnte die Politik, den Blick auftragsgemäß nach vorn zu richten und nicht überall im Land den Rückwärtsgang einzuschalten. „Die Wohltaten werden wir uns schon bald nicht mehr leisten können.“


Mit Blick auf die Entwicklung in NRW erklärte der Unternehmerpräsident, das Land gerate im Standort-Wettbewerb mit anderen Regionen zunehmend ins Hin-tertreffen. „Wachstum, Produktivität, Einkommen und Steuerkraft sind spürbar schwächer. Es fehlt das Geld für Investitionen in Bildung und Infrastruktur“, betonte der Präsident. Mit Gesetzen wie dem Hochschulzukunftsgesetz oder dem Tariftreue- und Vergabegesetz profiliere sich NRW bundesweit allenfalls als Regulierungsland Nummer 1. Ihn bewege die Frage, sagte Maier-Hunke, „wie unser Land zukunftstauglich gemacht werden kann“. Die Landesvereinigung werde weiterhin richtige Initiativen unterstützen und auf Fehlentwicklungen hinweisen.


Download: [Aktueller Jahresbericht 2013/2014](http://www.unternehmernrw.net/dateien/downloads/Jahresbericht_NRW_2013-2014_Screen.pdf)