16.09.2016

"Woche der Industrie" für mehr Industrieakzeptanz nutzen

Präsident Kirchhoff: "Wir brauchen ein neues Grundempfinden für die Bedeutung der Industrie in unserem Land"

Als „unabdingbare Voraussetzung für den Wohlstand in Nordrhein-Westfalen“ haben die Unternehmer im Land die Bedeutung der Industrie bezeichnet. Der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Arndt G. Kirchhoff, sagte am Freitag in Düsseldorf anlässlich der bundesweiten „Woche der Industrie“ vom 17. bis 25. September, NRW sei wie kaum ein anderes Bundesland auf eine erfolgreiche Industrie angewiesen. „Wettbewerbsfähig bleiben wir im Land nur, wenn unsere industriellen Wertschöpfungsketten erhalten bleiben. Sie sind ein Alleinstellungsmerkmal, um das NRW beneidet wird“, erklärte Kirchhoff.

Leider habe die Industrieakzeptanz in der Bevölkerung in einer zum Teil aufgewühlten wirtschaftspolitischen Debatte der letzten Jahre gelitten. Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften müssten mehr denn je deutlich machen, dass der Wohlstand in Deutschland ohne eine wettbewerbsfähige Industrie nicht zu halten sei. „Wir in NRW sind auf die Industrie besonders angewiesen“, betonte der Unternehmerpräsident. Er freue sich über 115 Veranstaltungen in NRW, die im Rahmen der Aktionswoche in allen Regionen des Landes stattfänden. So könnten Bürger vielerorts Industriebetriebe vor Ort kennenlernen. „Wir brauchen dringend ein neues Grundempfinden in der Bevölkerung für die Bedeutung der Industrie“, betonte Kirchhoff.

Der Unternehmerpräsident forderte die Landespolitik auf, mehr für die Industrieakzeptanz in NRW zu tun. Sie müsse Vertrauen für die Industrie schaffen, für Akzeptanz bei notwendigen Infrastruktur-Projekten werben, das funktionierende Wertschöpfungsnetzwerk in NRW als strategische Stärke des Landes pflegen und die Unternehmer im Land als Partner und nicht als Gegner behandeln. Zu komplizierte Genehmigungsverfahren und industriefeindliche umweltpolitische Alleingänge seien falsche Ratgeber, um Innovationen und Investitionen in NRW voranzutreiben und Arbeitsplätze zu schaffen. Kirchhoff lobte die industriepolitischen Leitlinien von NRW-Wirtschaftsminister Duin als „wichtigen ersten Schritt in die richtige Richtung“. Jetzt sei die gesamte Landesregierung gefordert, viele der guten Ideen umzusetzen.

 

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