03.02.2014

Arbeitsmarkt, Januar 2014

Im Januar hat die Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen deutlich zugenommen

im Januar hat die Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen deutlich zugenommen. Der Anstieg fiel aber schwächer aus als in den letzten Jahren. Im Vergleich zum Dezember 2013 erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Zuge der Winterpause um 263.000 auf 3,136 Mio., die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent an. Nach Anwendung des Saisonbereinigungsverfahrens ergab sich allerdings eine Abnahme der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 28.000. Vergleicht man die aktuellen Arbeitslosenzahlen mit dem Vorjahreswert, so waren im Januar 2014 2.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als ein Jahr zuvor.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen: Nach Meldungen des Statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2013 bei 42,06 Mio., das waren 255.000 mehr als im Dezember 2012. Hochrechnungen der BA zufolge erhöhte sich im November 2013 die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung binnen Jahresfrist um 335.000 auf 29,76 Mio. Personen.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wuchs mit Ausnahme des Saarlandes und Sachsen-Anhalt in allen Bundesländern. Eine Differenzierung nach Branchen zeigt fast überwiegend Zuwächse. Das größte Plus gab es bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit) und im Gesundheits- und Sozialwesen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften liegt auf einem guten Niveau und zeigt eine leichte Aufwärtstendenz, so die BA. 401.000 Arbeitsstellen waren im Januar bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das waren 4.000 weniger als vor einem Jahr. Weiterhin ist die Nachfrage nach Fachleuten in den Bereichen Verkauf, Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau, Verkehr und Logistik, sowie in Gesundheitsberufen groß. Der BA-X, der Stellenindex der BA, der die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt abbildet, stieg im Januar gegenüber dem Vormonat um drei auf 156 Punkte an.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland stieg im Januar 2014 die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 39.051 Personen (oder 5,2 Prozent) auf 789.380 Personen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent auf 8,6 Prozent.

Vergleicht man die aktuellen Arbeitsmarktdaten mit dem Vorjahr, so lässt sich ein Anstieg um +21.626 oder +2,8 Prozent bei der Zahl der Arbeitslosen in NRW feststellen.

Parallel dazu lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen im November 2013 mit 6,217 Mio. Personen um 50.086 (oder 0,8 Prozent) höher als im November 2012.