04.04.2018

Positionen: Fachkräftesicherung - 05.04.2018

Fachkräfteengpässe werden für immer mehr nordrhein-westfälische Unternehmen zu einer echten Herausforderung. Das spiegelt sich auch in Zahlen wider: 2017 waren in NRW rund 82.100 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen (ohne Helfer) unbesetzt gemeldet – mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zu 2010 (37.720). Dass die Besetzung schwieriger wird, zeigt auch die abgeschlossene Vakanzzeit, d.h. die Dauer vom gewünschten Besetzungstermin einer Arbeitsstelle bis zu ihrer Abmeldung in Tagen: Sie hat sich in NRW zwischen 2010 und 2017 um knapp 70 % vergrößert (2010: 59 Tage, 2017: 100 Tage). Aktuelle Schwerpunkte bei den Fachkräfteengpässen sind in NRW insbesondere Gesundheits- und Pflegeberufe, IT-Berufe, Verkehrsberufe und einige weitere gewerblich-technische Berufe etwa in der M+E-Industrie. Die Fachkräfteengpässe drohen sich in den nächsten Jahren noch deutlich zu verschärfen. Prognosen zufolge wird sich die Zahl der Personen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren in NRW bis 2030 um 1,3 Mio. (-12 %) und bis 2050 um 2,5 Mio. (-24 %) verringern. Erforderlich sind vor diesem Hintergrund zusätzliche Anstrengungen zur Fachkräftesicherung.