07.10.2019

Positionen: Fachkräftesicherung - 07.10.2019

Fachkräfteengpässe werden für immer mehr nordrhein-westfälische Unternehmen zu einer echten Herausforderung. Das spiegelt sich auch in Zahlen wider: 2018 waren in NRW rund 91.400 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen (ohne Helfer) unbesetzt gemeldet – was nahezu dem 2,5-Fachen im Vergleich zu 2010 (37.720) entspricht. Dass die Besetzung schwieriger wird, zeigt auch die abgeschlossene Vakanzzeit, d.h. die Dauer vom gewünschten Besetzungstermin einer Arbeitsstelle bis zu ihrer Abmeldung in Tagen: Sie hat sich in NRW zwischen 2010 und 2018 fast verdoppelt (2010: 59 Tage, 2018: 117 Tage). Aktuelle Schwerpunkte bei den Fachkräfteengpässen sind in NRW insbesondere Gesundheits- und Pflegeberufe, IT-Berufe, Verkehrsberufe und einige weitere gewerblich-technische Berufe etwa in der M+E-Industrie. Die Fachkräfteengpässe drohen sich in den nächsten Jahren noch deutlich zu verschärfen. Prognosen zufolge wird sich die Zahl der Personen im Alter zwischen 19 und 64 Jahren in NRW bis 2040 um 1 Mio. (~10 %) verringern. Erforderlich sind vor diesem Hintergrund zusätzliche Anstrengungen zur Fachkräftesicherung.