Aktuelle Wirtschaftslage in NRW

Das Bruttoinlandsprodukt ist das Maß für den Marktwert aller Güter und Dienstleistungen, die ein Land innerhalb eines Jahres produziert und stellt damit die umfassendste Messung der Gesamtleistung einer Volkswirtschaft dar. Preisbereinigt lag das nordrhein-westfälische Bruttoinlandsprodukt um 4,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Bundesdurchschnitt betrug der Rückgang 4,9 Prozent, wenngleich sich die nordrhein-westfälische Wirtschaft im Bundesvergleich etwas robuster zeigte. Der Weg zurück zum Vorkrisenniveau ist weit.  Die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen produzierten im Jahr 2020 Güter und Dienstleistungen mit einem Wert von 697 Milliarden Euro. Damit ist Nordrhein-Westfalen nicht nur innerhalb Deutschlands das Zentrum der Warenherstellung, sondern auch innerhalb Europas ein echtes Schwergewicht.

165 Milliarden Euro erwirtschaftete alleine das Produzierende Gewerbe und trug damit rund 26 Prozent zur gesamten Bruttowertschöpfung in Nordrhein-Westfalen bei. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten ist der Maschinenbau die größte Industriebranche in Nordrhein-Westfalen, rund 199.000 Beschäftigte waren 2020 in dieser tätig. Neben den großen Branchen der Metall- und Elektroindustrie sind die Branchen der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie die Herstellung von chemischen Erzeugnissen in Nordrhein-Westfalen stark vertreten. Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich 2020 jedoch eine negative Entwicklung der industriellen Arbeitsplätze.

Nicht nur bei den Beschäftigten, sondern auch beim Umsatz ist der Maschinenbau die Triebfeder der nordrhein-westfälischen Industrie. Mit einem Umsatz in 2020 von 44 Milliarden Euro lag der Maschinenbau noch vor der Branche der Herstellung von chemischen Erzeugnissen, die auf rund 41 Milliarden Euro Umsatz kam.

 

Die Industrie in Nordrhein-Westfalen im Trend:

Hier geht es zum 4. Quartal 2020