Industrie in NRW: 3. Quartal 2017

Auftragseingänge

Die Auftragslage der 5.120 Industriebetriebe in Nordrhein-Westfalen konnte im dritten Quartal 2017 deutlich zulegen und stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent. Sowohl das In- als auch das Ausland fragten verstärkt nach. Besonders die Auftragslage der Hersteller von Investitionsgütern (+ 8 Prozent) und von Gebrauchsgütern (+ 13 Prozent) zeigt im dritten Quartal 2017 deutlich nach oben.

 

Industrieproduktion

Die Produktionsleistung im produzierenden Gewerbe konnte im abgelaufenen dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent zulegen. Das Wachstumstempo verlangsamte sich damit zum Ende des Jahres – in den Vorquartalen wuchs die Produktion noch um mehr als 3 Prozent. Während sich die Produktion von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern sehr dynamisch entwickelte (+ 6,3 Prozent und + 4,7 Prozent), entwickelte sich die Investitionsgüterproduktion mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent etwas beschaulicher. Letzteres erscheint insbesondere vor dem Hintergrund hoher Kapazitätsauslastung auf den ersten Blick etwas verwunderlich, erklärt sich aber dadurch, dass besagte Kapazitätsengpässe durch den aktuellen Fachkräftemangel begründet sind.

Umsätze

Die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe konnten nach einem ruhigen zweiten Quartal 2017 im dritten Quartal nochmal deutlich um 5,4 Prozent zulegen. Von den mehr als 26 Milliarden Euro Umsatz entstammen 45 Prozent den Auslandsgeschäften. Letztere wuchsen mit 5,8 Prozent etwas stärker als die Inlandsumsätze mit + 5,1 Prozent. 

Beschäftigte

Während die Anzahl der Industriebetriebe in Nordrhein-Westfalen seit einigen Jahren bestenfalls stagniert, konnte die Beschäftigung in der nordrhein-westfälischen Industrieproduktion im dritten Quartal in Folge gesteigert werden. Mit 1,074 Millionen Menschen arbeiteten im dritten Quartal 1,1 Prozent mehr Menschen in der Industrie als im Jahr zuvor.