Industrie in NRW: 3. Quartal 2018

Auftragseingänge
Das Auftragsvolumen der nordrhein-westfälischen Industrie sank im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorquartal um 4,8 Prozent. Sowohl die Binnen- als auch die Auslandsnachfrage war gegenüber dem Vorquartal rückläufig. Aus dem Inland kamen 5,0 Prozent weniger Aufträge, aus dem Ausland waren es 4,6 Prozent weniger. Ein Blick in die Branchen zeigt ein gemischtes Bild. Während die Maschinenbauer einen Rückgang des Ordervolumens um 0,2 Prozent hinnehmen mussten, verloren die Hersteller chemischer Erzeugnisse mit einem Minus von 6,8 Prozent. Dabei sank die Auslandsnachfrage um 7,6 Prozent stärker als die Binnennachfrage (-5,6 Prozent).

Im Vorjahresvergleich sanken die Auftragseingänge um 2,2 Prozent. Dabei sank die inländische Nachfrage um 2,5 Prozent und die ausländische Nachfrage um 2,0 Prozent. Die Hersteller chemischer Erzeugnisse konnten gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent hinzugewinnen – dank einer lebhaften Auslandsnachfrage (+3,8 Prozent). Die Metallerzeuger und -bearbeiter konnten das Vorjahresniveau nicht halten, die Aufträge sanken um 4,0 Prozent.

Industrieproduktion
Die Produktionsleistung im Verarbeitenden Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden sank im dritten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent (saison- und arbeitstäglich bereinigt) – der dritte Quartalsrückgang in Folge. Das Produktionsniveau liegt damit wieder auf dem Niveau des Vorjahres und damit merklich unterhalb des guten zweiten Halbjahres 2017. Die Hersteller chemischer Erzeugnisse hatten einen Produktionsrückgang um 2,4 Prozent zu verkraften, die Metallerzeuger und -bearbeiter konnten um 0,3 Prozent leicht zulegen.

Mit einem Produktionsrückgang um 1,2 Prozent im dritten Quartal sank die Produktion im Vorjahresvergleich erstmals wieder seit 2016. Die Hersteller chemischer Erzeugnisse verbuchten einen Rückgang um 1,8 Prozent, der Maschinenbau konnte entgegen dem Trend um 2,7 Prozent zulegen.

Das Industriewachstum von Januar bis September 2018 liegt bei 0,6 Prozent und damit deutlich unter dem Wachstum aus dem Jahr 2017 (+3,0 Prozent). In Anbetracht der aktuellen konjunkturellen Lage scheint die Industrieexpansion kaum in der Lage, das vergangene Jahr zu bestätigen, wenngleich zumindest das Vorzeichen positiv ausfallen dürfte.

Umsätze
Zum Vorquartal sanken die Umsätze um 3,4 Prozent. Im Auslandsgeschäft lag der Umsatzrückgang bei 5,6 Prozent.  Zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz um 1,6 Prozent. Das Auslandsgeschäft legte dabei mit einem Plus von 1,4 Prozent unterdurchschnittlich zu. 

Beschäftigte
Im dritten Quartal 2018 stieg die Industriebeschäftigung um 1,3 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal auf nun mehr als 1,1 Millionen Beschäftigte. Damit setzt sich der Beschäftigungsaufbau im siebten Quartal in Folge weiter fort, und das in einem höheren Tempo als zuletzt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Beschäftigung um 2,4 Prozent an. Im Maschinenbau­­ – der, gemessen an der Anzahl der Beschäftigten, größten Industriebranche in Nordrhein-Westfalen –  stieg die Beschäftigung mit 2,7 Prozent im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich.

(Quelle: IT.NRW; eigene Berechnungen.)