Der NRW-Wirtschaftsblog
Klartext
im Westen

Besser qualifiziert in die Zukunft. Gemeinsam. Digital. Nachhaltig

Dr. Mario Penzkofer, Leiter Personal Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG, schreibt über den Fachkräftemangel aus Sicht eines mittelständischen Unternehmens.

Von Dr. Mario Penzkofer

Director Personal, Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG

Geschäftsführer Smarte Lernfabrik Buschhütten (SLB) gUG

Fachkräftemangel, demographischer Wandel… all das sind Begriffe, die den Personalern Schweiß von der Stirn perlen lassen. Welche Möglichkeiten haben mittelständische Unternehmen, neue zukünftige Fachkräfte zu gewinnen? Was müssen sie dafür tun, dass diese zukünftigen Fachkräfte auch bestmöglich auf die zukünftigen Aufgaben vorbereitet werden? Um im Werben um Auszubildende die Nase vorn zu haben, müssen sich Unternehmen nicht nur in der Akquise, sondern auch in ihrem Ausbildungsangebot neu und modern aufstellen. Insbesondere die Inhalte der dualen Ausbildung müssen über die entsprechenden Rahmenlehrpläne hinausgehen und den Auszubildenden einen spannenden und vor allem zukunftsorientierten Mehrwert bieten.

Smarte Lernfabrik Buschhütten

Wie das gehen kann, zeigt die Fa. Achenbach Buschhütten gemeinsam mit der Smarten Lernfabrik Buschhütten (SLB). Im Campus Buschhütten ist eine Lernfabrik entstanden, in der klassische duale Ausbildung eng vernetzt neben universitärer Forschung und Lehre sowie industrieller Praxis und Wertschöpfung stattfindet. Die Ausbildung bewegt sich in einer Schnittstelle aus Reallabor und Realwerkstatt und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen und in spannenden übergreifenden Projekten mitzuwirken.

Als überbetriebliches Ausbildungszentrum fokussiert sich die Smarte Lernfabrik Buschhütten mit ihrem Aus- und Weiterbildungsangebot auf neueste Fertigungs- und Produktionstechnologien sowie zukünftig geforderte digitale, ökonomische und soziale Kompetenzen und versteht sich somit als ein ergänzender Partner zu den bisherigen Akteuren der beruflichen Erst- und Weiterbildung. Unter Beachtung von Nachhaltigkeitsaspekten sowie getrieben durch den Lean Gedanken sollen neue digitale Methoden und Werkzeuge rund um die Themen Wertschöpfung und Zusammenarbeit präsentiert, gelehrt und erlebbar gemacht werden. Bereits in der Ausbildung soll der Grundstein gelegt werden, den Weg der digitalen Transformation ohne Hürden und Stolpersteine mitgehen zu können. So wird in verschiedenen Lernmodulen Einblick gegeben in die Möglichkeiten von u.a. Künstlicher Intelligenz in der Produktion und Augmented Reality in Montageprozessen, in Generative Fertigungstechnologien aber auch zukünftig gefragte Methodenkompetenzen.

Die beste Werbung für eine zukünftige Ausbildung kommt aus der aktuellen Generation

Mit diesem „Mehr“ an Ausbildung werben wir - erfolgreich. Wir erleben, dass unsere aktuelle Ausbildungsgeneration viel schneller in die Themen der Digitalisierung hineinwächst. Was aber fast noch wichtiger ist, man erkennt schnell, dass die Mitarbeit in Netzwerken und Projekten, die Übertragung von Verantwortung im Bereich der Wertschöpfung, das Einbinden in den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess einen Schub in der Persönlichkeitsentwicklung unserer zukünftigen Fachkräfte gibt. Wir erleben zudem schon jetzt, dass die beste Werbung für eine zukünftige Ausbildung in unserem Unternehmen aus der aktuellen Generation kommt.

All das wäre allerdings nicht möglich, wenn es nicht ein starkes Unternehmen im Hintergrund gäbe, das die Zeichen der Zeit erkannt hat und die Ausbildung sowie natürlich auch die zugehörigen Rahmenbedingungen entsprechend fördert. Es sind Investitionen und Konzepte wie diese im Bereich der Ausbildung notwendig, um auch zukünftig auf eigene Fachkräfte setzen zu können und im Werben um eben diese die Nase vorn zu haben.