„Das Wahlergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist zutiefst besorgniserregend und eine heftige Abrechnung der Wähler mit der Bundesregierung. Die Hauptgründe für die massive Unzufriedenheit sind aus meiner Sicht das dramatisch geringe Vertrauen in ihre politische Problemlösungskompetenz und die großen Sorgen über die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes.
Union und SPD im Bund müssen jetzt endlich Handlungsfähigkeit beweisen und die dringend notwendigen Reformen für Wirtschaft und Arbeitsplätze auf den Weg bringen. Nur durch Taten und Ergebnisse lässt sich Vertrauen zurückgewinnen. Wer dabei jetzt einen Linksschwenk in der Wirtschafts- und Sozialpolitik fordert, begibt sich auf einen fatalen Irrweg. Der Politik muss klar sein, dass nur ein maximal wettbewerbsfähiger Standort der Schlüssel für eine echte wirtschaftliche Trendwende sein kann. Sie ist die Voraussetzung für den unbedingt erforderlichen Stimmungsumschwung in unserem Land.
Gleichzeitig müssen wir uns immer wieder bewusst machen, dass allein die Forderungen der AfD zur Abschaffung des Euros und zu einem EU-Austritt nur in Nordrhein-Westfalen rund eine halbe Million Arbeitsplätze kosten würden. Bei allem Frust über die aktuelle Politik: Nationalismus und Abschottung wären eine Katastrophe für Wohlstand und soziale Sicherheit in unserem Land.“

