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aus NRW

IW Gutachten zu wirtschaftlicher Lage und Perspektiven des Landes NRW

Präsident Kirchhoff: „In den Wahlprogrammen zur Landtagswahl 2027 gehört das Thema Wirtschaft auf die 1!“ Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit muss oberste Priorität haben.

Zehn Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben die NRW-Unternehmensverbände die Parteien im Land aufgefordert, der Wirtschaft in ihren Wahlprogrammen oberste Priorität einzuräumen. „Das Thema Wirtschaft muss auf die 1“, erklärte der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Arndt G. Kirchhoff, am Montag in Düsseldorf. Deutschland und Nordrhein-Westfalen befänden sich in einer außerordentlich schwierigen Wirtschaftslage. Die Industrieproduktion in NRW sei gegenüber dem Niveau vor der Corona-Krise um mehr als ein Fünftel eingebrochen. Monat für Monat verliere die NRW-Industrie gegenwärtig 3.000 Arbeitsplätze. Dies habe massive Auswirkungen auf alle nachgelagerten Wirtschaftsbereiche. Vor diesem Hintergrund müsse jeder Landespolitiker spätestens jetzt einen Satz verinnerlichen: „Ohne eine starke Wirtschaft ist Nordrhein-Westfalen kein starkes Land“, betonte Kirchhoff bei der Vorlage eines im Auftrag seines Verbandes erstellten Gutachtens des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zu Lage und Perspektiven des Wirtschafts- und Industriestandorts NRW vor der Landespressekonferenz.

Nach Ansicht der Wirtschaftsforscher verfüge Nordrhein-Westfalen als größtes Bundesland ungeachtet seiner strukturellen Herausforderungen über erhebliche Stärken und Potenziale. Kirchhoff bescheinigte der Landesregierung, in zentralen Politikbereichen wie etwa beim Bürokratieabbau, in der Innovations- und Bildungspolitik sowie der Wirtschafts- und Verkehrspolitik durchaus Fortschritte erzielt zu haben. „Der Kurs stimmt zwar, aber die Landespolitik muss noch einmal einen Gang hochschalten“, sagte der NRW-Unternehmerpräsident. Politische Entscheidungen würden daran gemessen, ob sie auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts NRW einzahlten. Er erwarte von den Parteien den Entwurf motivierender und ehrgeiziger Zielbilder und keine Versprechen von neuen Ansprüchen und Wohltaten. „Unser Land braucht mehr denn je eine Mentalität des Anpackens und Malochens“, erklärte Kirchhoff. Das habe Nordrhein-Westfalen in der Vergangenheit immer ausgezeichnet. Er setze auf eine Landespolitik, die einen marktwirtschaftlichen Kurs verfolge, einen klaren Schwerpunkt auf Anreize für Investitionen und Innovationen lege und eine starke Zukunftsstory entwickle, hinter der sich alle versammeln könnten. 

Hier geht es zur Studie.