Immer auf dem Laufenden:
Unsere News
aus NRW

Ausbildungsfonds geht an den Problemen des Ausbildungsmarktes vorbei

Zur DGB NRW-Forderung nach einem „Zukunftsfonds Ausbildung“ erklärte Tanja Nackmayr, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e.V. (unternehmer nrw) gegenüber der "dpa":

„Ein umlagefinanzierter Ausbildungsfonds geht an den tatsächlichen Problemen des Ausbildungsmarktes vorbei. Er bewirkt rein gar nichts gegen die fehlende Ausbildungsreife vieler Bewerber und die Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen. Immerhin blieben 2025 in Nordrhein-Westfalen rund 10.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Eine Abgabe, aus der sich der Fonds speist, würde die davon betroffenen Unternehmen sogar noch bestrafen. 

Immer neue staatliche Eingriffe und Abgaben sind das Letzte, was die Unternehmen gerade gebrauchen können. Unsere Wirtschaft steckt in einer der schwersten strukturellen Krisen. Für eine starke Ausbildung braucht es Ent- statt neue Belastungen. 

Auch wir als nordrhein-westfälische Wirtschaft machen uns Sorgen, weil zu viele junge Menschen ohne Ausbildung bleiben. Ein Fonds wird das aber nicht lösen. Wir müssen die Probleme an den tatsächlichen Ursachen angehen. Es braucht daher eine bessere Vorbereitung in der Schule, damit das Rüstzeug für eine Ausbildung stimmt. Und erforderlich ist eine gezielte Unterstützung beim Ausgleich von Schwächen vor und während der Ausbildung. Dafür gibt es bereits viele Mittel und Instrumente. Sie müssen wirksamer eingesetzt werden.“