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Zukunftsdialog Industrie für mehr zirkuläre Wertschöpfung in NRW

Spitzenpartner bekräftigten die Chancen der zirkulären Wertschöpfung für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg weiter zu stärken.

Als europaweit beachteter Industriestandort vereint Nordrhein-Westfalen die verschiedensten Branchen und Wertschöpfungsketten. Die Voraussetzungen für Veränderungen und Wandel sind deshalb hier besonders gut – gleichzeitig sind aktuelle Herausforderungen auch besonders präsent. Die Landesregierung hat deshalb den Zukunftsdialog Industrie ins Leben gerufen, um den klimaneutralen Umbau zu koordinieren und alle Akteure zu vernetzen. Bei seiner vierten Sitzung hat der Zukunftsdialog Industrie heute gemeinsam mit Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur sowie Umwelt- und Verkehrsminister Krischer die Herausforderungen und Chancen der Circular Economy und die Bedeutung von Ressourcenschonung und Umweltfreundlichkeit beraten. 

Die 14 Spitzenpartner des Zukunftsdialogs Industrie aus Wirtschaft, Kammern und Gewerkschaften, bekräftigten die Chancen der zirkulären Wertschöpfung für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg weiter zu stärken und zu implementieren. Dabei gilt es auch, die wichtige Rolle der Digitalisierung zu berücksichtigen und die notwendigen Rahmenbedingungen und ermöglichende Rechtsgestaltung – insbesondere auf Bundes- und EU-Ebene -  im Blick zu haben. 

Ministerin Neubaur: „Zirkuläre Wertschöpfung ist eine industriepolitische Kernaufgabe. Die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen hängt entscheidend davon ab, wie wir heute mit unseren begrenzten Ressourcen umgehen. Umweltschutz und wirtschaftlicher Erfolg gehen Hand in Hand. Für einen nachhaltigen unternehmerischen Erfolg muss wirtschaftliches Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette zirkulär ausgerichtet werden. Schon beim Design und der Gestaltung eines Produktes muss die Kreislaufführung mitgedacht werden, damit am Ende des Lebenszyklus die eingesetzten Roh- und Werkstoffe erneut zur Verfügung stehen können.“

Minister Krischer: „Insbesondere bei der Schonung unserer Ressourcen ist die Circular Economy von elementarer Bedeutung. Die Industrie hat hier eine wichtige Rolle inne durch das Design ihrer Produkte, aber auch durch entsprechende zirkuläre Geschäftsmodelle. Durch die Umsetzung einer umfassenden Kreislaufwirtschaft stärken wir gleichzeitig unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Indem wir kritische Rohstoffe im Kreislauf halten, schaffen wir die Grundlage, auch in Zukunft ausreichend Zugang zu kritischen Rohstoffen für Zukunftstechnologien zu haben.“

Ralf Stoffels, Präsident IHK NRW: „Langfristig können die Anstrengungen für zirkuläres Wirtschaften dazu beitragen, durch eine effizientere Ressourcennutzung Emissionen, Materialverbräuche und Abfälle zu reduzieren. Im derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfeld stellt der Umbau hin zu einem nachhaltigeren und kreislauforientierten Modell die NRW-Unternehmen aber vor enorme Herausforderungen. Daher ist es wichtig, dass EU, Bund und Land in der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft an einem Strang ziehen und über marktliche Instrumente den Unternehmen die Möglichkeit geben, die Herausforderungen eigenständig anzugehen ohne, dass neue Kosten und neue Bürokratie entstehen.“

Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer unternehmer nrw: Die nordrhein-westfälischen Unternehmen investieren immer gezielter in zirkuläre Wertschöpfungsketten, effiziente Verfahren und nachhaltige Produkte. Sie stärken damit ihre Wettbewerbsposition und leisten unverzichtbare Beiträge zur Erreichung der Umwelt- und Klimaziele. Für zusätzliche Fortschritte auf dem Weg zur Circular Economy kommt es jetzt auf optimale Rahmenbedingungen an. Alle Hindernisse, die der Wiederverwendung von Rohstoffen in der Praxis im Weg stehen, gilt es zügig und konsequent abzubauen. Gemeinsam muss es Politik und Wirtschaft gelingen, Stoffkreisläufe effizient und nachhaltig zu schließen und uns unabhängiger von Rohstoffimporten zu machen.“

Anja Weber, Vorsitzende DGB NRW: „Zirkuläres Wirtschaften ist für die Zukunftsfähigkeit des Standortes NRW unerlässlich. Es ist auch eine Chance, neue Arbeitsplätze mit guter Wertschöpfung für alle Qualifikationsstufen zu schaffen. Zudem verringert Kreislaufwirtschaft Abhängigkeiten in fragilen Lieferketten. Dafür braucht es einen politischen Rahmen, der den Innovationstandort NRW fördert und Eckpunkte für zielgerichtete Investitionsentscheidungen benennt. Gute Arbeit, Fachkräfteentwicklung und Qualifizierung sowie regionale Strukturveränderungen müssen dabei in den Blick genommen werden.“

Beim ambitionierten Umbau Nordrhein-Westfalens zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas setzt die Landesregierung auf den Schulterschluss mit Wirtschaft und Gewerkschaften. Dazu führt Wirtschaftsministerin Mona Neubaur gemeinsam mit den Spitzenvertreterinnen und Spitzenvertretern von 14 Verbänden aus Wirtschaft, Kammern und Gewerkschaften den Zukunftsdialog Industrie zur Weiterentwicklung des industriepolitischen Leitbildes des Landes Nordrhein-Westfalen

 

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