"Die heutige Bilanz zeigt sehr deutlich, welchen Herausforderungen der Ausbildungsmarkt ausgesetzt ist. Zum einen schlägt die strukturelle Wirtschaftskrise auch auf die Ausbildung durch. Gerade das verarbeitende Gewerbe ist von massiven Produktionsrückgängen und einem Verlust an Arbeitsplätzen gekennzeichnet. In vielen Bereichen befinden sich Betriebe in einer echten Existenzkrise. Da fehlt dann schlicht die Perspektive für ein Festhalten an Ausbildung auf dem bisherigen hohen Niveau. Umso wichtiger sind jetzt Reformen, die die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts verbessern und die Perspektiven eröffnen, die dann auch wieder verstärkte Investitionen in Ausbildung ermöglichen.
Gleichzeitig zeigen sich weiterhin die massiven Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt. Denn auch in diesem Jahr sind noch sehr viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Hierin spiegelt sich eine oft unzureichende Vorbereitung auf den Übergang in Ausbildung wider. Zu vielen Bewerbern fehlt das Rüstzeug für eine Ausbildung oder auch ein fundierter Überblick über die vielfältigen Berufsmöglichkeiten. Richtig ist daher eine Schulpolitik, die klar auf die Stärkung der Basiskompetenzen ausgerichtet ist. Gleichzeitig gilt es, die Berufsorientierung zu stärken, noch fester in der Schule zu verankern und eng mit der beruflichen Praxis zu verzahnen.
Für die kommenden Wochen heißt es: Dran bleiben! Damit noch möglichst viele Ausbildungsplätze besetzt werden und Bewerber eine Ausbildung starten können. Denn ein Einstieg in Ausbildung kann auch jetzt noch gelingen. Diese Chance sollten die jungen Menschen wie auch die Betriebe nutzen."

