„Eine stärkere Besteuerung der betrieblichen Substanz von zehntausenden Familienunternehmen ist so ziemlich das letzte, was der Wirtschaftsstandort Deutschland jetzt in seiner schwersten Strukturkrise gebrauchen kann. Damit würden den Unternehmen Mittel entzogen, die dann für dringend notwendige Zukunftsinvestitionen und für die Sicherung von Arbeitsplätzen fehlen. Hier wird eine verquere Gerechtigkeitsdebatte befeuert, die betriebswirtschaftliche Realitäten verkennt und der ein völlig falsches Verständnis von Unternehmertum zugrunde liegt. Eine starke Eigenkapitalbasis ist die Grundlage für Zukunftsfähigkeit und Stabilität unserer Unternehmen. Auch wird ignoriert, dass wir in Deutschland im internationalen Vergleich bei der Besteuerung der Unternehmenserträge schon jetzt mit die höchsten Belastungen haben.
Das SPD-Konzept ist daher ein Angriff auf unsere mittelständische Wirtschaftsstruktur. Den Sozialdemokraten scheint überhaupt nicht klar zu sein, wie schnell in vielen Bereichen des deutschen Mittelstands der von ihnen vorgeschlagene Freibetrag von 5 Millionen Euro durch Grundstücke, Gebäude, Maschinen und sonstige Betriebsmittel bereits erreicht ist. Und auch Stundungsregeln verschieben die Lasten nur nach hinten, am Ende fällt die Steuer aber vollumfänglich an. Statt sie immer wieder ins Visier zu nehmen, sollte die Politik froh sein, dass wir noch so viele Familienunternehmerinnen und -unternehmer haben, die verantwortungsbewusst und nachhaltig wirtschaften, um ihre Unternehmen für kommende Generationen zu erhalten. Darum beneiden uns viele Länder in der Welt.“

