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aus NRW

Im Austausch mit der evangelischen Kirche

Veranstaltung "In die Zukunft führen“ - Umbrüche gestalten in Unternehmen und Kirchen"

Ein wichtiges Thema in einem besonderen Rahmen: Die Neanderkirche in Düsseldorf bot den passenden Ort für einen intensiven Dialog zwischen Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und unternehmer nrw-Präsident Arndt G. Kirchhoff.

Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen wurde deutlich: Der Austausch zwischen Kirche und Wirtschaft in der gesellschaftspolitischen Debatte ist wichtiger denn je. Und beide Seiten können bei der Gestaltung von Wandel durchaus einiges voneinander lernen. 
Einigkeit bestand darin, wie wichtig es ist, die Menschen im Wandel mitzunehmen und der sozialen Verantwortung auch über den eigenen Handlungskreis hinaus gerecht zu werden. Kontrovers diskutiert wurde hingegen die Frage, wie gerecht unsere Gesellschaft ist und was der Sozialstaat braucht.

Präsident Kirchhoff betonte, unser Land müsse wieder lernen, mehr Vertrauen in die Gestaltungskraft und Eigeninitiative der Menschen zu setzen. An vielen Stellen werde den Bürgern zu wenig zugetraut. Es dürfe sich nicht der Eindruck verfestigen, dass Leistungsbereitschaft sich nicht mehr auszahle. Klar sei: Der Staat müsse gezielt dort unterstützen, wo Hilfe notwendig sei. Gleichzeitig dürfe er aber auch diejenigen nicht überfordern, die die Grundlage für diese Unterstützung erwirtschafteten. Vor diesem Hintergrund seien auch einseitige Steuer- und Umverteilungsdebatten nicht zielführend. Unternehmen benötigten mehr Gestaltungsspielräume statt zusätzlicher Belastungen, Regulierungen und Verbote, damit sie auch weiterhin ihren Beitrag zum Wohlstand unseres Landes leisten können.

Die Mitveranstalter des Abends waren das Evangelische Büro NRW, der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland (aeu) sowie der Bund Katholischer Unternehmer (BKU).